Verkehrszähmer

Verkehrszähmer an der Grundschule Hestert

 

Das „Verkehrszähmer-Programm“ ist ein ganzheitliches Schulwegkonzept. Unser Ziel ist, dass wieder mehr Kinder zu Fuß zur Schule gehen und lernen selbstständig, sicher und eigenverantwortlich mobil zu sein. Wir möchten damit einen Beitrag zur Bildung für eine nachhaltige Entwicklung leisten

Begonnen hat alles mit einer Eltern Lehrer Initiative. Allen Teilnehmern war direkt klar, dass eine große Gefahr davon ausgeht, wenn Kinder morgens mit dem Auto, sog. Elterntaxis, bis zur Schule hoch gefahren werden. Aufgrund der Schülerzahl stellt das Elterntaxi eine enorme Verkehrsbelastung dar. Es entstand ein richtiger Stau.

Für die wenigen Kinder, die zu Fuß zur Schule gehen, ist genau dies eine sehr große Gefahr

In Zusammenarbeit mit der Bezirksvertretung, der Polizei, Eltern und Lehrern der Schule haben wir es geschafft, Haltestellen einzurichten, an denen Eltern, die keine andere Möglichkeit haben ihr Kind zur Schule zu bringen, halten können. Hier können die Kinder sicher aussteigen und die letzten Meter zur Schule zu Fuß gehen.

In regelmäßigen Abständen finden Aktionen statt, in denen alle Kinder, die zu Fuß zur Schule kommen, Sterne sammeln können. Am Ende des Zeitraums werden die Sterne gegen eine gemeinsame Aktion (Kinderdisco auf dem Schulhof, Hausaufgabenfrei, …) eingetauscht.

Insgesamt ist die Aktion sehr erfolgreich. Im letzten Sommer konnte die erste Klasse direkt mit dem Programm einsteigen. Viele Kinder gehen nun gemeinsam zu Fuß zu Schule.

Gemeinsam Lernen

Konzept zum Gemeinsamen Lernen

Die Grundschule Hestert ist eine Gemeinschaftsgrundschule im Stadtteil Haspe der Stadt Hagen. Etwa 15 Lehrerinnen und Lehrer unterrichten die 220 Schülerinnen und Schüler, die zurzeit die Schule besuchen. Seit mehreren Jahren fördern wir immer wieder einzelne Kinder individuell im Gemeinsamen Lernen. Für diese Kinder liegt der zusätzliche Förderbedarf bei den Förderschwerpunkten, emotionale und soziale Entwicklung, Sprache, Körperliche und motorische Entwicklung, Hören und Kommunikation und Lernen. In der Regel werden so 4 bis 6 Kinder im Gemeinsamen Lernen nach den Richtlinien und Lehrplänen der Grundschule, oder zieldifferent unterrichtet und sonderpädagogisch gefördert.


Im Schuljahr 2019/2020 besuchen 5 Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf die Schule: Ein Kind mit Förderbedarf im Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung, ein Kind mit Förderschwerpunkt Hören und Kommunikation, ein Schüler mit Förderbedarf im Förderschwerpunkt Lernen und zwei Kinder mit dem Förderschwerpunkt Sprache und Kommunikation. Die Grundschule Hestert ist die Stammschule einer Förderschullehrerin mit derzeit 20 Wochenstunden und einer Fachleiterin, die der Schule mit derzeit 4 Wochenstunden zugeteilt ist, die aufgrund ihrer Seminartätigkeit oft außerhalb des Gemeinsamen Lernens tätig ist.

Gemeinsames Lernen bedeutet, dass Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen gemeinsam mit nichtbeeinträchtigten Kindern und Jugendlichen in allgemeinen Grundschulen und weiterführenden Schulen lernen. Kinder mit besonderen Unterstützungsbedarfen werden also nicht von den übrigen Kindern getrennt, sondern wachsen stattdessen in ihrem natürlichen Lebensumfeld auf. Das Recht auf Gemeinsames Lernen schließt grundsätzlich alle Kinder ein, unabhängig von der Schwere einer Behinderung.


Ausgehend von den jeweiligen Unterstützungsbedarfen sollen jedem Kind individuell angepasste Lernwege ermöglicht werden. So sollen alle Schülerinnen und Schüler im Sinne der individuellen Förderung ihre bestmöglichen Lernerfolge erreichen können. Das Gemeinsame Lernen erfordert multiprofessionelle Unterstützung von verschiedenen Pädagogen, weiteren Fachleuten und die Einbeziehung der Eltern. Grundschullehrerinnen und Grundschullehrer, Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen und teilweise Schulbegleiterinnen und Schulbegleiter arbeiten zeitweise gemeinsam in Klassenraum. Die Lehrerinnen und Lehrer übernehmen gemeinsam die Unterrichtsvorbereitung und die notwendige Differenzierung.


Gemeinsames Lernen bedeutet konkret: Alle Schüler lernen überwiegend in den gleichen Räumen, an gemeinsamen Themen, mit individuell angepassten Aufgaben und unterschiedlichen Anforderungen. (vgl. www.lernwirkstatt-inklusion-oe.de/wegweiser/gemeinsames-lernen-schulische-inklusion/

Artikel 24 der UN-Behindertenrechtskonvention erkennt das Recht behinderter Menschen auf Bildung an. Diese Regelung wiederholt und bekräftigt die Regelungen des Artikels 13 des UN-Sozialpakts, der Artikel 28 und 29 der UN-Kinderrechtskonvention sowie des Artikels 26 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte.
Ausgehend vom Prinzip der Gleichberechtigung gewährleistet die UN-Behindertenrechtskonvention damit ein einbeziehendes (inklusives) Bildungssystem auf allen Ebenen und lebenslanges Lernen.
Dabei ist sicherzustellen, dass behinderte Menschen nicht aufgrund einer Behinderung vom allgemeinen Bildungssystem ausgeschlossen werden. Behinderte Kinder dürfen also nicht aufgrund ihrer Behinderung vom Besuch einer Grundschule oder einer weiterführenden Schule ausgeschlossen werden. Vielmehr soll ihnen gleichberechtigt mit anderen, nichtbehinderten, Kindern der Zugang zu einem einbeziehenden (inklusivem), hochwertigen und unentgeltlichen Unterricht ermöglicht werden.

Das Ziel Gemeinsamen Lernens ist die Anerkennung und Würdigung von Verschiedenheit und Vielfalt auf allen Ebenen des Schullebens. Bereitgestellte Bildungsangebote sollten dieser Vielfalt entsprechen und den individuellen Lernvoraussetzungen aller Schülerinnen und Schüler gerecht werden.
Beim Gemeinsamen Lernen werden Kinder mit festgestelltem sonderpädagogischem Förderbedarf und Kinder mit erhöhtem individuellem Förderbedarf gefördert.
Die sonderpädagogische Förderung umfasst die Lern- und Entwicklungsstörungen, also die Förderschwerpunkte
Lernen, Sprache, Emotionale und soziale Entwicklung und darüber hinaus die Förderschwerpunkte Hören und Kommunikation, Sehen, Geistige Entwicklung und Körperliche und motorische Entwicklung.
Individuelle Förderbedarfe liegen dann vor, wenn ein Kind in seinen Entwicklungs- und Bildungsmöglichkeiten beeinträchtigt ist, so dass es ohne zusätzliche, individuelle Förderung in der allgemeinen Schule nicht ausreichend lernen kann. Die individuelle Förderung bezieht sich dabei sowohl auf den fachlichen Bereich der Unterrichtsfächer als auch auf verschiedene entwicklungsspezifische Bereiche. Aus diesen Bereichen lassen sich die individuellen Förderbereiche ableiten.

– Wahrnehmung: visuelle, auditive, taktil-kinästhetische, vestibuläre
(Gleichgewicht) usw.
– Motorik: Grob- und Feinmotorik, Körperschema, Koordination, Geschicklichkeit,
Reaktionsfähigkeit, Bewegungssteuerung
– Kognition: Gedächtnis, Begriffsbildung, Kombinationsfähigkeit, Strukturierung,
Abstraktionsfähigkeit, Generalisierung, Problemlösen, Transfer, Kreativität
– Sprache/Kommunikation: Kontaktaufnahme, Mimik/Gestik, Sprachentwicklung,
Sprachverständnis, Wortschatz…
– Lern- und Arbeitsverhalten: Aufmerksamkeit, Konzentration, Arbeitstempo,
Antrieb, Durchhaltefähigkeit, Belastbarkeit, Methodenkompetenz, Kreativität
– Emotionalität: Frustrationstoleranz, Empathie, Selbst- und
Fremdwahrnehmung, Ausdrucksmöglichkeiten, Affektkontrolle
– Sozialverhalten: Kontaktaufnahme, soziale Empathie, Kooperations- und
Interaktionsfähigkeit, Frustrationstoleranz, Spielfähigkeit

 

Ziel der individuellen Förderplanung ist es, fachdidaktische Anliegen mit entwicklungsspezifischen Förderaspekten bezogen auf das Kind im gemeinsamen Lernen zu verzahnen, um so zu konkreten Hinweisen auf Umsetzungsmöglichkeiten im Unterricht und für die Unterrichtsvorbereitung zu kommen. Individuelle Förderpläne sind also das zentrale Anliegen sonderpädagogischer und individueller Förderung.
Das sonderpädagogische Gutachten gemäß § 13 AO-SF stellt Art und Umfang der notwendigen Förderung unter Berücksichtigung der individuellen Situation des Kindes dar. Darauf aufbauend werden individuelle Ziele und Maßnahmen für das Kind formuliert. Die Förderplanung wird innerhalb eines festgelegten Zeitraums prozessual evaluiert und fortgeschrieben. Im Förderplan werden Förderbereiche, diagnostische Ausgangslage, Förderziele und Methoden benannt.

Die Arbeit im Team mit der Förderschullehrerin ermöglicht auch ein präventives Arbeiten. Die Kompetenzen der Förderschullehrerin im Bereich der Diagnostik können und sollen genutzt werden, um auch die individuelle Förderung von Kindern mit erhöhtem individuellem Förderbedarf zu optimieren.

 

 

An unserer Schule wird das Gemeinsame Lernen durch den Einsatz innerer und äußerer Differenzierung realisiert.

 

In der Regel arbeiten dabei die Förderschullehrerin und die Grundschullehrerin im Team zusammen. Das Lernangebot wird dabei den Lernvoraussetzungen des GL-Kindes angepasst. Didaktische und methodische Entscheidungen können die Unterschiede ausgleichen. Berücksichtigt werden muss dabei, ob das Kind zieldifferent oder zielgleich unterrichtet wird.
Folgende Kooperationsformen stehen hier zur Verfügung:
• Das „Team-teaching“, die Grundschullehrerin und die Sonderpädagogin führen hierbei den Unterricht mit allen Schülerinnen und Schülern gemeinsam durch. Das kann heißen, dass sie gemeinsam oder abwechselnd die Führung übernehmen.
• Das „Supplemental-teaching“, das heißt, eine Lehrkraft führt die Unterrichtsstunde durch, die andere bietet zusätzliches Material und differenzierte Hilfen für diejenigen Schülerinnen und Schüler an, die den Stoff so nicht bewältigen können.
• Das „Remedial-teaching“, das bedeutet, eine Lehrkraft unterrichtet die Gruppe von Schülerinnen und Schülern, die andere arbeitet mit denjenigen, die auf einem anderen Niveau operieren.
• Das „Parallel-teaching“, dabei unterrichtet jede Lehrkraft eine Klassenhälfte, beide beziehen sich auf dieselben Inhalte.
• Das „Station-teaching“ hier wird der Unterrichtsinhalt in zwei Bereiche aufgeteilt. Es werden zwei Gruppen gebildet, die zuerst von der einen, dann von der anderen Lehrkraft unterrichtet werden.

 


Die folgenden offenen Unterrichtsformen eignen sich besonders gut, um innere Differenzierung innerhalb des Klassenverbandes umzusetzen.

• Fächerübergreifender Unterricht
• Wochenplanarbeit
• Lernen an Stationen
• Freies Arbeiten
• Projektorientierter Unterricht

 

 

Im Bereich der äußeren Differenzierung besteht die Möglichkeit, fachliche und außerfachliche Förderbereiche individuell und intensiv zu fördern. Das kann in Einzel- oder Kleingruppenarbeit geschehen. Im ehemaligen Hausmeister-Wohnhaus steht für kleine Fördergruppen ein Raum zur Verfügung. Die meisten Fördermaterialien lagern dort. Fördergruppen mit mehr als 5 Kindern weichen in den Computerraum, oder einen leerstehenden Klassenraum aus.

 

• Eltern
• Schulische Kooperationspartner
• Außerschulische Kooperationspartner

Zusammenarbeit mit den Eltern ist zentraler Bestandteil des Schullebens. Das gilt in besonderem Maße für die Eltern mit Kindern im Gemeinsamen Lernen. Schulische Arbeit kann dabei ohne Unterstützung durch das Elternhaus nur erschwert zu optimalen Ergebnissen kommen. Deswegen beginnt die Kooperation zwischen den Lehrerinnen und Lehrern der Grundschule Hestert und den Eltern frühzeitig, oft bereits vor der eigentlichen Schulaufnahme. Wir müssen dabei die Bedürfnisse und Erwartungen der Eltern wahrnehmen, eine vertrauensvolle Zusammenarbeit ermöglichen und Vereinbarungen und Absprachen treffen.
Der Kontakt zu Eltern von Kindern im Gemeinsamen Lernen gestaltet sich in der Regel intensiver als zu den anderen Kindern und erfordert ein besonderes Einfühlungsvermögen für die Problematik einer Familie mit einem Kind mit erhöhtem individuellen, oder sonderpädagogischem Förderbedarf.

Eine intensive Zusammenarbeit und Kooperation zwischen allen Beteiligten, die auf Teamebene im Bereich der Diagnostik, der Förderplanung und der methodischen und didaktischen Umsetzung gleichberechtigt zusammenarbeiten, ist unerlässlich.
An der Grundschule Hestert sind daran das Kollegium, die Förderschullehrerinnen, die Integrationshelferinnen und Integrationshelfer, die Schulleitung, die Sozialarbeiterin und pädagogische Fachkraft für die Schuleingangsphase, sowie die Mitarbeiterinnen des Offenen Ganztages beteiligt. Die fest installierten Teamsitzungen erleichtern diese Zusammenarbeit.

Darüber hinaus kooperieren wir intensiv mit außerschulischen Partnern.
Dazu gehören als erstes die abgebenden Kindertageseinrichtungen, mit denen wir regelmäßige Treffen haben.
Weiterhin bestehen Kontakte zu den Ärzten, Therapeuten (medizinische und psychologische Unterstützung) und den verschiedenen Erziehungsberatungsstellen in Hagen.
Wichtige Ansprechpartner sind auch die Koordinatoren für den Gemeinsamen Unterricht im Schulamt Hagen.

Standortgerechte Angebote

Standortgerechte unterrichtliche Angebote der Grundschule Hestert

(Schuleigener Lehrplan, September 2015)

Das Kollegium der Grundschule Hestert hat für alle Klassenstufen verbindliche Unterrichtsvorhaben geplant, die im Hinblick auf die Situation der Schule (z. B. Schülerinnen und Schüler, Lernorte, Kooperationsmöglichkeiten) konkretisiert und ausgestaltet sind oder werden. 

Diese Vorhaben entsprechen den Vorgaben und Entscheidungen des Schulprogramms (siehe Leistungskonzept, Unterrichtsgestaltung, Klassenraummanagement) und sind verbindliche Inhalte in jedem Schuljahr. 

Zunächst sind die Unterrichtsreihen in den Fächern Mathematik und Deutsch aufgelistet. 

Die Liste wird in den nächsten Jahren durch die anderen Fächer ergänzt.

Mathematik

 KlasseUnterrichtsprojekte
 1
  • Diagnostik (Einzel-/Gruppendiagnose)
  • Das Zahlenalbum
  • Formen (Stationentraining)
  • Zahlenmauern
 2
  • Einführung 100er-Raum (Stationentraining)
  • 1×1-Übungsheft
  • Tangram
 3
  • Geometrische Körper
  • Forscherheft „Mal-Plus-Haus”
  • Wir addieren schriftlich mit Ziffernkarten
 4
  • Geodreieck
  • Würfelnetze
  • Wahrscheinlichkeit

 

Deutsch

 KlasseUnterrichtsprojekte
 1
  • Buchstabeneinführung (Stationentraining)
  • Ganzschrift (Leseplan): z. B. „Freunde” (Heinrich Heine)/„Tillie und die Mauer” (Leo Lionni)/„Ein Haufen Freunde” (Kerstin Schoene)
 2
  • Lernwörtertraining
  • Nomen
  • Wir werden Wörterdetektive (Werkstatt)
  • Ganzschrift (Leseplan): z. B. „Die Olchis und das Piratenschiff” (Erhard Dietl)
 3
  • Ganzschrift (Leseplan): z. B. „Das Vamperl” (Renate Welsh)
  • Umgang mit dem Wörterbuch
  • Rezepte schreiben
  • Personenbeschreibung
 4
  • Märchen (Leseplan/Weiterschreiben)
  • Wir werden Lesedetektive

Umwelterziehung

Konzept zur Umwelterziehung an der Grundschule Hestert 

An unserer Schule wird dem verantwortungsvollen Umgang mit der Natur und der Umwelt sowohl im Sachunterricht als auch im Schulalltag Rechnung getragen. 

Im Zusammenhang mit dem Sachunterricht finden Erkundungsgänge in die nähere aber auch in die weitere Umgebung statt. So macht beispielsweise jeder Jahrgang einen Ausflug zum Forsthaus Kurk, einer waldpädagogischen Einrichtung des Forstamtes Hagen. Des Weiteren werden in den verschiedenen Jahrgangsstufen diverse Experimente zum Thema Umwelt und Natur durchgeführt. 

Der Beobachtung und Pflege von Pflanzen kommt ebenfalls besondere Aufmerksamkeit zu. Beispielsweise werden im ersten Schuljahr Frühblüher in den Klassen gepflanzt, gepflegt und deren Entwicklung beobachtet. 

Außerdem gibt es eine Schulgarten-AG unter der Regie einiger engagierter Eltern. Eine erste Begehung sowie eine Abfrage unter den Kindern bezüglich der möglichen Mitarbeit hat bereits stattgefunden. Das nächste Treffen des Organisationsteams fand in der Woche nach den Osterferien statt. Der Standort des Schulgartens liegt unmittelbar hinter dem Schulgebäude. Nach den Osterferien haben 2 Kindergruppen begonnen, den Schulgarten aufzubauen und zu gestalten.

Im Rahmen des Sachunterrichts geht es im dritten und vierten Schuljahr um die Themen Mülltrennungund vor allem Müllvermeidung. Danach wird in den dritten Klassen Müll getrennt nach Papiermüll, Restmüll und Gelbe-Sack-Müll. Um die Reinigungskraft zu entlasten, wird in den Klassen ein Mülldienst eingerichtet, der immer am Ende des Tages den Müll in die betreffenden Containern entsorgt. 

Im Zuge dessen nimmt unsere Schule jedes Jahr an der Müllsammelaktion „Saubere Stadt Hagen“teil, bei der die Kinder in der Umgebung der Schule Müll sammeln und so dazu beitragen unsere Umwelt sauber zu halten. 

Außerdem gibt es einen Schulhofreinigungsplan nach dem jede Woche eine andere Klasse (ab Klasse 2) für die Reinigung des Schulhofes verantwortlich ist. Damit wird das Verantwortungsbewusstsein der Kinder für unsere Umwelt geschult. 

Zur Müllvermeidung wird in den Klassen die Nutzung von waschbaren Trinkflaschen und Brotbehältern immer wieder thematisiert. Daneben gibt es die Möglichkeit in der Schule Milch in Mehrweg-Glasflaschen zu bestellen. 

Dadurch wird der Ressourcenverbrauch minimiert. 

Dazu gehört auch, dass die Kinder durch Schilder an den Lichtschaltern („Licht aus?“) für einen sorgsamen Umgang mit Strom sensibilisiert werden.

Seit dem Schuljahr 18/19 gibt es die gemeinsame Aktion von Eltern, Kollegium und den Kindern “die Verkehrszähmer”. Gemeinsam wollen wir erreichen, dass möglichst viele Kinder ihren Schulweg zu Fuß bewältigen. Dazu wurden gemeinsam mit der Stadt Hagen zwei Elternhaltestellen im Schulbezirk eingerichtet, die es ermöglichen sollen, dass alle Kinder den Rest des Schulweges alleine gehen. Regelmäßige Aktionstage sollen die Nachhaltigkeit dieses Vorhabens sichern.

Sachunterricht Jahrgang 3 und 4

Leistungskonzept für das Fach Sachunterricht JG 3 und 4

Im Jahrgang 3 und 4 des Sachunterrichtes sollen die Kinder die Freude am Erforschen Umwelt aufrechterhalten, forschen und zunehmend eigenständig Ideen zum Entdecken der Welt entwickeln. Nun geht es aber darum, an die bekannten Methoden der Klasse 1 und 2 anzuknüpfen und neue, „wissenschaftlichere“ Methoden zum Erfassen der Umwelt kennenzulernen und anzuwenden. Weiterhin ist es daher wichtig, Materialien zu beschaffen aber auch das Internet zunehmend einzusetzen, um Forscheraufträge zu erfüllen und sich in ein Thema hineinzuversetzen. Auch an das Medium „Tageszeitung“ werden die Kinder zunehmend herangeführt, so dass sie auch dort stets auf Forschersuche sind. Dabei ist es nun sehr wichtig, die Ergebnisse der Kinder zu visualisieren um sie und andere für die Weiterarbeit zu motivieren. Die Reihentransparenz ist weiterhin wichtig und wird nun teilweise von den SchülerInnen mitentwickelt. So werden zu Beginn einer Unterrichtsreihe Vorerfahrungen und Interessen der SchülerInnen zu einem Thema abgefragt (s. AB: Das weiß ich schon, das würde mich interessieren). So kann man nicht nur an die Vorerfahrungen der Schüler anknüpfen, sondern ihre Interessen bei der Reihenplanung berücksichtigen. Gerade bei der „Sexualerziehung“ wird dieser Ansatz sehr ausführlich verfolgt.

Besonders wichtig ist in den Klassen 3 und 4 die Berücksichtigung aktueller Themen. So können die Kinder z. B. mit der Thematisierung einer Umweltkatastrophe (Fukushima) für den Umweltunterricht (Energien) sensibilisiert werden. Jahreszeitliche Themen werden zunehmend auch mit aktuellen außerschulischen Lernorten verbunden (z. B. Forsthaus Kurk, Rettung von Kröten bei der Wanderung, …). Die Themenarbeit im 4. Schuljahr fordert schließlich die Schüler heraus, alle erlernten Methoden zur Informationsgewinnung zu nutzen, um sich ganz ihrem Lieblingsthema zu widmen. Durch eine Transparenz der Bewertungskriterien werden die Schüler in allen Bereichen des Sachunterrichtes motiviert.

Auf den Klassenpflegschaftssitzungen ist es weiterhin wichtig, die Inhalte des Faches Sachunterricht vorzustellen. Zudem erhalten die Eltern Informationen über die neuen, festgelegten Methoden, die in dem Schuljahr eingeführt werden. Die Eltern werden aufgefordert, den Forscherdrang der Schüler weiterhin zu unterstützen und Ideen für außerschulische Lernorte einzubringen. Eine besondere Bedeutung erhält die Information über die Beobachtungsmöglichkeiten im Sachunterricht und deren Beurteilung.

Gem. der Richtlinien und Lehrpläne für den Sachunterricht sind alle vom Schüler erbrachten Leistungen die Grundlage der Leistungsbewertung in diesem Fach. Dabei werden der Lernprozess, die mündlichen und schriftlichen Leistungen und die praktischen Arbeiten unterschieden. Bevor diese Bereiche beurteilt werden sprechen sich die FachkollegInnen über die Möglichkeiten der Leistungserfassung in diesen Bereichen ab und stimmen diese auf den jeweiligen Unterrichtsinhalt ab. 

Erfassen des Lernprozesses

  • „Das weiß ich schon. – Das weiß ich nun.“ – Ein Arbeitsblatt zum Beginn und zum Abschluss einer Unterrichtsreihe.
  • ggf. Forscher- und Lerntagebuch
  • Versuchsprotokolle
  • Erstellen eines Plakates, eines Vortrages, der Themenarbeit (siehe auch: Praktische Arbeiten)
  • Beobachtungsbögen

 

Erfassen der mündlichen Mitarbeit
(Beobachtungsbogen)

  • Beobachtung der Eigenproduktion 
  • Beobachtung der Reproduktion des Gelernten 
  • Mitarbeit in der Partnerarbeit, Gruppe (u. a. Sozialformen)
  • Vortragen von Ergebnissen bzw. eines Minireferates

 

Erfassen des praktischen Arbeitens
(Beobachtungsbogen) 

  • Aufbau und Durchführung von Versuchen (Feuer, Wasser, Luft, Schall, Fahrzeuge, Magnetismus, Strom, …)
  • Anlegen von Sammlungen, Mitarbeit am Ausstellungstisch, Recherche zu einem Thema
  • Nutzung von Werkzeugen, Messinstrumenten u.a. Materialien (z. B. Klasse 3: Thema Wetter)
  • Anfertigung von Tabellen, Zeichnungen, Collagen und Karten
  • Das Bauen von Modellen (z. B. Klasse 3: Fahrzeugmodell, das weit rollt)
  • Pflege von Tieren und Pflanzen 

 

Erfassen der schriftlichen Arbeit
(Das Erfassen der schriftlichen Leistungen im Sachunterricht bietet sich nicht nur am Ende einer Unterrichtsreihe an, sondern kann auch begleitend oder schwerpunktmäßig in der Unterrichtsreihe stattfinden)

  • Heftführung/Bilder
  • Freie Texte (Das weiß ich über das Thema)
  • Angeleitete Texte als Forscherauftrag
  • Portfolio (schuleigenes Konzept in Arbeit)
  • Lerntagebuch
  • Erstellen einer Werkmappe
  • Themenbezogenes Infoposter und Minivortrag (verbindlich in Klasse 3 z. B. zum Thema Haustiere) 
  • Themenarbeitarbeit (verbindlich in Klasse 4: Jeder Schüler arbeitet in einer Unterrichtsstunde in der Woche an seinem ausgewählten Großthema, z. B. Nordsee, Afrika, Michael Jackson,… und stellt sinnvoll, eine Mappe mit eigenen Texten, Bildern, Collagen u. ä. zusammen.)
  • Lernzielkontrollen

 

Erfassen des Umgangs mit den eingeführten Methoden
Dieser Bereich beinhaltet zwar die oben genannten, stellt aber im Sachunterricht der 3. und 4. Klasse einen eigenen Schwerpunkt dar. Im Beobachtungsbogen werden die Kompetenzen im Umgang mit den verbindlichen Methoden festgehalten, dabei werden auch soziale Aspekte (Gruppenarbeit) und das eigenorganisierte Lernen berücksichtigt. Diese Methoden sind z. B.

  • Werkstattarbeit
  • Gruppenarbeit (Versuche, Collagen, Vorträge)
  • Lernen an Stationen

 

Rückmeldungen sind in allen Bereichen des Sachunterrichtes wichtig, damit die SchülerInnen ihre Leistungen einordnen können. Selbsteinschätzungen der SchülerInnen können dabei im Jahrgang 3 und 4 zunehmend  sowohl schriftlich (zum Ankreuzen) als auch mündlich („Ich denke ich kann das gut/geht so/schlecht) der Rückmeldung vorausgehen. So können die SchülerInnen ihre Einschätzung mit der der LehrerInnen abgleichen und sich zunehmend besser wahrnehmen. Auch ohne Selbsteinschätzung fordern die SchülerInnen auch Rückmeldungen ein und zeigen so, wie wichtig diese sind.

Folgende Möglichkeiten der Rückmeldungen, je nach Unterrichtsschwerpunkt sollen den Schülern helfen ihre Leistung einzuordnen:

  • Mündliche direkte Rückmeldung durch die Lehrkraft
  • Rückmeldung in der Gruppe ( nach einem Vortrag, einer Präsentation)
  • Rückmeldebögen (nach einer Lernzielkontrolle, nach einer Werkmappe, nach einer Werkstatt, …)
  • Rückmeldung durch zu beobachtende Ziele (Welches Fahrzeug rollt am weitesten?)
  • Rückmeldung durch Museumsgänge (z. B. beim Bauen von Modellen)
  • Rückmeldung durch das Besprechen der Beobachtungsbögen mit den SchülerInnen

 

Als Dokumentation dienen alle schriftlichen Arbeiten der SchülerInnen

(s. Erfassen der schriftlichen Arbeit). Weiterhin sollen der Unterrichtsprozess, die mündliche Beteiligung, Vorträge, Gruppenarbeiten, Umgang mit Materialien usw. in Beobachtungsbögen (s. Anlage) dokumentiert werden. Die Rückmeldebögen nach Lernzielkontrollen, Vorträgen o. ä. erfüllen dabei einen doppelten Sinn. Zum einen geben sie den SchülerInnen eine Rückmeldung über die erbrachte Leistung, zum anderen dokumentieren sie die Leistung für eine spätere Beurteilung.

Beurteilt werden alle Bereiche des Sachunterrichtes (s. Erfassen). Bei Lernziel-kontrollen sprechen die FachlehrerInnen eine Punktevergabe ab. Innerhalb der Beobachtungsbögen findet durch die entsprechende positive, negative oder neutrale Kennzeichnung ebenfalls eine Beurteilung statt. Wichtig ist es im Sachunterricht, die Vorerfahrungen von dem tatsächlichen Lernerfolg und Lernprozess abzugrenzen. Der Lernprozess wird ebenso wie die mündliche Beteiligung beurteilt. Dazu kommt die Beurteilung der praktischen Arbeiten, der Forscherhefte oder der Minireferate.

Die Themenarbeit im 4. Schuljahr nimmt einen Sonderstatus innerhalb der Beurteilung ein. So soll die tatsächliche Arbeit in der Schule gem. den jeweiligen Fähigkeiten der SchülerInnen beurteilt werden. Der Prozess steht hier im Vordergrund und nicht das fertige Werk.  

mündlich

  • Beobachtung derEigenproduktion
  • Beobachtung derReproduktion des Gelernten
  • Mitarbeit in Partner- und Gruppenarbeit
  • Präsentation von Ergebnissen (Vortrag)
  • Zusammenfassen und Wiederholen des
  • Gelernten

     

schriftlich

  • Lernzielkontrollen
  • Heftführung, Bilder
  • Freie Texte (Das weiß ich über das Thema)
  • angeleitete Texte als Forscherauftrag
  • Erstellen einer Werkmappe
  • themenbezogenes Infoplakat und Minivortrag
  • Themenarbeit
  • Werkmappe, Portfolio (schuleigenes Konzept in Arbeit)
  •  Lerntagebuch

     

praktisch

  • Aufbau und Durchführung von Versuchen
  • Anlegen von Sammlungen
  • Mitarbeit am Ausstellungstisch
  • Recherche zu einem Thema
  • Nutzung von Werkzeugen und Messinstrumenten
  • Anfertigen von Tabellen, Zeichnungen und Karten
  • Bau von Modellen
  • Pflege von Tieren und Pflanzen